Halb so wild. Wenn du eine halbwegs effektive Methode zum Lernen (und die richtige Umgebung dazu) hast, wird es sicher nicht nötig sein, 24/7 vor den Büchern zu hocken. Bei mir ist eben der Nachteil gewesen, dass ich im tiefsten Inneren ja bloß ein ziemlich fauler Sack bin, und das „klassische“ Lernen einfach hasse wie die Pest. Wird schon!
Hab jetzt das Buch „Mathematik“ seit einer Woche. Bin bei den Kapiteln Differenzialgleichungen und Lineare Gleichungssysteme zum Anfangen. Mit Demtröder beginne ich demnächst. Was sollte ich aus der Mathematik fürs erste Semester können?
Ich möchte euch wirklich nicht quälen, ich weiß ihr habt selbst zu tun, aber falls ihr mir da weiterhelfen könnt, wäre das super: Wisst ihr wo ich Übungen finde, die man in den ersten beiden Semestern so durchmacht (nur um mir etwa die Größenordnung vorstellen zu können)?
Was die Mathematik angeht, gibt es hier ein paar Übungsblätter und eine etwa 100-seitige Aufgabensammlung (ganz unten) zu Analysis 1:
http://www.asc.tuwien.ac.at/~winfried/teaching/103.088/#downloads
Das ist die HP vom Prof. Auzinger, der vielleicht (?) auch im nächsten WS die Analysis VO/UE (mit)betreut. Die Übungen machen natürlich nur mit einem Skriptum oder Buch wirklich Sinn. Von den Mathe-Vorlesungen gäb es im 1.Sem noch Lineare Algebra und Praktische Mathematik. Du könntest vllt. auch im Kopierzentrum der TU vorbei schauen und die (Übungs-)Skripten holen, ich weiß aber nicht ob man da schon einen Studiausweis braucht. Du wirst wohl nicht mehr nicht all zu viele Unterlagen im Web finden, die meisten werden ihre Übungsblätter eventuell schon im TU-System TISS haben.
Was die Physik angeht, gibt es im Demtröder am Ende jedes Kapitels ein paar Rechenbeispiele mit Lösungen hinten im Buch (nicht schummeln!!), damit dürftest du bestens bedient sein.
Danke!
Ist es eigentlich realistisch gesehen möglich nach dem Bachelor sein Masterstudium (bzw. einen Teil davon/den Abschluss) im Ausland zu machen oder gibt es da strenge Kriterien?
Und wenn jemand, der das Buch „Mathematik“ von Arens kennt, mir sagen könnte, was in den ersten Semestern behandelt wird und wo ich es im Buch finde, wäre das super. Das Buch ist so fett, dass man nicht weiß, wo man beginnen soll (und ich hoffe doch sehr, dass nicht gleich das ganze Buch durchgemacht werden muss
). War bei Differentialgleichungen und den linearen Gleichungssystemen.
Abhaengig natuerlich vom Notendurchschnitt aber absolut nichts unmoegliches! Aber glaub mir, dass dauert alles noch a weile ![]()
Ich zaehl mal die Kapitel vom Arens auf, die im ersten Semester zumindest erwaehnt werden soweit ich das weiß:
Teil 1: komplett
Teil 2: so ziemlich komplett, Rieman Integral kennst?
Teil 3: gegen Ende des kapitels wirds immer unwichtiger (fuers erste Semester), ich glaub max bis zum 20. Kapitel
Drei von sechs Teilen
… da werde ich ja ordentlich zu tun haben. Naja, dann werde ich mir wenigstens nicht den Kopf darüber zerbrechen müssen, was ich an Nachmittagen oder am Wochenende machen werde
.
Wie fallen die ersten Prüfungen im Durchschnitt so aus?
Zur Vorbereitung auf die Mathematik ist auch für Physikstudenten für den
Mathematik-Einstieg das Buch
Schichl/Steinbauer: Einführung in das mathematische Arbeiten
ganz empfehlenswert.
Von der TU Wien aus kann man es (mit einem TU-Computer-account) unter
http://www.springerlink.com/content/978-3-642-01728-5/contents/
herunterladen.
Ansonsten auf die Bibliothek gehen und dort entweder den Volltext von
einem Katalog-PC auf den USB-Stick herunterladen oder ausleihen.
Die Prüfungen der ersten beiden Semester sind kein guter Maßstab, weil
das Physik-Studium doch eine eher früh höhere Drop-Out-Quote hat. Man
merkt im 1. Jahr relativ bald, ob man mit dem Studium zurechtkommt,
oder nicht. Dh., einige treten genau einmal an, kommen nicht zurecht,
und hören dann gleich auf.
Der Durchschnitt sagt wenig aus. Bei den Prüfungsergebnissen gibt
es weniger eine Art Glockenkurve, sondern eher eine Art Zwei-Höcker-Kurve.
Das heisst, es kristallisieren sich vor allem zwei Gruppen heraus:
Die einen, die sich eher leicht tun (der Höcker bei den guten Noten),
die anderen, die sich eher schwer tun (der Höcker bei den schlechten
Noten). Das Mittelfeld dazwischen dünnt ziemlich aus; daher ist ein
Notendurchschnitt wenig aussagekräftig.
Ich kann mich an eine Analysis 1 Prfg. erinnern (noch von Prof. Szmolyan),
bei der er am Ende des Semesters coram publico verlautbart hat, dass
er beim ersten Prüfungstermin niemanden sehen will, weil diese
Prfg. sicherlich keiner schafft, sondern alle sollen erst nach den Semesterferien
antreten. ![]()
Ich weiß von (linearer) Algebra und Analysis 2, dass manche Kollegen
diese Prüfungen überhaupt erst im 6. oder 7. Semester machen und
sie bis dorthin aufschieben (und sich mit EDyn1 oder Quanten1 dann
dementsprechend schwer tun…
)
Ich verstehe das eigentlich nicht wirklich, denn es gibt zu allen Themen
sehr gute Bücher. Man muss eigentlich nur in die Bibliothek gehen, und
sich diese ansehen und ausleihen, oder runterladen, und durcharbeiten.
Und laufend mitlernen! Das ist das allerwichtigste.
Die Physik-VO gingen die letzen Jahre ziemlich nach dem Demtröder vor,
auch nach dessen Foliensatz, weil ein paar Leute von der TU an der
Verbesserung des Buches mitgearbeitet haben.
Der Demtröder hat den Vorteil, dass er viel macht, und hat den
Nachteil, dass er viel macht.
Er erklärt relativ umständlich und
kommt leicht vom Hundertsten ins Tausendste. Als erster Einstieg
ist er eigentlich nicht so toll, erst wenn man die Materie bereits
verstanden hat, dann gibt der Demtröder auch noch Details und
seinen eigenen Aspekt dazu.
Um den Wald vor lauter Bäumen nicht zu verlieren, haben sich deswegen
doch einige Kollegen für den Anfang entweder den Tipler/Mosca
oder den Halliday/Resnick/Walker zugelegt.
Die sind bunter
und stoffreduzierter. Die Entscheidung
zwischen den beiden ist persönliche Geschmackssache. Am Besten,
zuerst in der Bibliothek die jeweils letzten Auflagen ansehen.
Mit Demtröder und einem der beiden Wälzer ist man für den
Physik-Beginn schon mal gut ausgestattet. Wer dann immer
noch nicht genug hat, und sich etwas mehr Theorie wünscht,
der kann einen Blick in den Nolting oder Greiner werfen
(für die Physik1-Mechanik) oder in den dicken Hecht (für
die Physik2-Optik am Ende des 2. Sem.).
Meines Wissens sind an der TU einige Demtröder-Exemplare etwas verbilligt
zu Vorlesungsbeginn erhältlich (ich glaube -10%, also 3-4 EUR)?
Im kommenden Herbstsemester liest wieder das Festkörperphysik-Institut
die Physik 1. Für deren Zyklus kann es nicht schaden, sich eines der
Physik-Taschenbücher mit Materialdaten auszuleihen oder zuzulegen.
Dann spart man sich, bei jeder Übungsaufgabe das Internet nach
Massen, Volumina, Massendichten oder physikalischen Konstanten absuchen
zu müssen.
Ich selber bin mit dem Stöcker
http://www.amazon.de/Taschenbuch-Physik-Formeln-Tabellen-Übersichten/dp/3817118600/
nicht so schlecht gefahren. Aber es gibt auch andere.
Grundsätzlich sollte man wissen, dass es von der TU aus viele Lehrbücher
online gibt, die man von dort herunterladen kann. Auch ist die Bibliothek
nicht so schlecht bestückt. Man muss (und soll!) nicht alles kaufen…
Danke für die Tipps. Kann wirklich jede Information benötigen. Ich habe nie Probleme gehabt, bei Mathematik und Physik am Lernen zu bleiben, (auch) wenn es mal bei Beispielen nicht so hingehauen hat. Ich hoffe das und das Wissen, dass man das Studium nicht unterschätzen darf, sind schon mal ein ganz kleiner Vorteil.
Da ich grad dabei bin: Wofür ist dieser Einstufungs-Test ohne Benotung gedacht?
Ich weiß zwar nicht, welcher Test jetzt konkret gemeint ist.
Aber: Zu Beginn einiger Lehrveranstaltungen wird oft ein unbenoteter Einstufungs-Test durchgeführt, damit einerseits die Vortragenden das Niveau der Hörer einschätzen können, und andererseits die Studenten zur besseren Selbsteinschätzung erfahren, was sie aus dem ff hätten können sollen… ![]()