Hallo, wir hatten heute Prüfung bei Prof. Kunes, pandemiebedingt online.
Dauer: 30 min.
Atmosphäre: Super angenehm, er ist sehr nett, und es ist mehr ein Gespräch als ein Abprüfen. War wirklich weniger heftig als erwartet.
Prüfung 1
Alle Fragen bzw Themen gingen recht smooth ineinander über:
• Kramers-Kronig-Relations: what, why, where? How do the integrals look?
• Linear response theory: why are response functions analytic? → by design! Consequences?
• Optical experiments, optical conductivity: Drude intra-band contributions, why not infinite dc conductivity? → Restoring force, scattering of electrons.
• Band structures of metals and insulators? Can I derive optical conductivity purely from knowing band structure? No, not generally.
• Impurity physics basics → Kondo-effect.
Dann hatten wir noch kurz Zeit und ich hab ihn Sachen zu superconductivity gefragt bzgl. correlations zwischen den Cooper-pair electrons und was zu high-T superconductors. Antwort auf beides hatte was mit weak coupling limit und BEC crossover zu tun: in weak coupling sind Cooper-Paare wie im intuitiven picture kein so hilfreiches Konzept, sondern eher die particle-hole transformations die er in der VO präsentiert. In weak coupling gibt es keine Cooper-pair außer alle e- sind Cooper-pairs (~). Also, in high-T superconductivity kann es nicht passieren dass thermally excited electrons im superconducting state normal leiten, es kann nur einen Leitungsmechanismus geben.
Prüfung 2
Er hat mir eigentlich nur das Thema gegeben und ich hab quasi nur darüber geredet, manchmal hat er Zwischenfragen gestellt. Deswegen sind hier die Dinge, die ich so erzählt hab.
• Anderson Impurity Model
o Für was? (Impurity in Bath)
o Welche Terme kommen im Hamilton vor?
o Welche Zustände kann die Impurity haben? Mit welchen Energieverhältnissen kann man sie realisieren?
o Wie schauen die Spectral Functions von den beiden Lösungen an?
o Welche Energiegrößen sind die wichtigen Player?
o Was sind die Probleme?
o Was ist am Kondo-Model anders? (Potential Scattering kürzt sich raus, Exchange bleibt)
o Poor-Man’s scaling: Wie ändert sich die Bandbreite? Was macht man da?
o Welche Interaction beschreibt es?
Dann hat er mich gefragt, ob ich eher theoretisch oder experimentell interessiert bin, also ich ihm Fluid Dynamics als mein Interesse genannt hab, hat er gesagt:
• Was hindert ein Elektron daran, im Festkörper ewig beschleunigt zu werden? (Restoring Forces)
• Welche Beiträge zur Leitfähigkeit?
• Bandstrukturen und Leitfähigkeit von Metallen, Isolatoren und Supraleitern
• Wie ist das mit dem Delta-Peak in SC?
o Wie kann man ihn messen? (Reflektivität)
o Wie wird in SC Strom geleitet?
o Was ist anders als bei Metallen? (Strom proportional zu Vektorfeld, nicht der zeitlichen Ableitung)
• Welchen Effekt kennt man noch, wo man dissipationsfrei Strom leiten kann unter Magnetfeldeinfluss? (Atome im Magnetfeld → Elektronen richten sich nach dem Magnetfeld aus (Lorentz-Kraft) → Einelektronenstrom)
Dann hab ich ihm noch eine Frage zu Hochtemperatursupraleitern gestellt, nämlich ob diese auch mit BCS beschreibbar wäre, wenn die Wechselwirkung auch klein wäre, da BCS ja nicht die Wechselwirkung spezifiziert. (Antwort: ja)