Unklarheiten im Folieninhalt usw.

Hallo,

Ich hab grad einen Hänger :frowning:

mit „particulate radiation“ bzw. „particular radiation“ ist auf Folie 222/558 „particle radiation“, dh Teilchenstrahlung gemeint, und er hat sich einfach verschrieben? Die von ihm verwendeten Ausdrücke gibts nämlich meiner Meinung nach so gar nicht.

Danke!

Hallo,

er meint damit bestimmt Teilchenstrahlung - das geht auch aus dem ersten und letzten Punkt auf dieser Seite recht eindeutig hervor: Energietransfer durch Stöße, üblicherweise wird die gesamte Energie übertragen.
Im Video „ULG_Stream_15“ bei 7:30 bezeichnet er es auch als „richtige Teilchen“.

Liebe Grüße,
Christoph

Danke fürs bestätigen meiner Annahme :slight_smile:

Hallo,
Ich nütze mal den Abend und dieses Forum um für mich und natürlich auch für euch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von PET und SPECT zusammenzufassen und bitte euch u Ergänzung bzw Korrektur:

PET (Positron-Emissions-Tomographie: Ein \beta^{+}-Strahler zerfällt unter Aussendung von Positronen. Diese Annihilieren mit Elektronen und senden dabei zwei Photonen mit je 511keV aus. Diese beiden Photonen werden an zwei gegenüberliegenden Seiten des Detektorringes detektiert - die Position der Annihilierung liegt auf der Verbindungslinie dieser beiden Events.
Ein Event wird wie folgt charakterisiert: Nach Detektion eines Photons am Detektor wartet das System eine voreingestellte Zeit auf einen zweiten Zählimpuls. Trifft das zweite Photon in diesem Zeitraum auf, so ist die Messung gültig und das System speichert die Verbindungslinie (Line of Response). Moderne Systeme bieten zur besseren Auflösung noch Time-of-Flight-Messungen um den ungefähren Entstehungsort der Photonen besser eingrenzen zu können.
Wahrscheinlichkeit dass ein Photon den Detektor trifft 100x so gut wie beim SPECT.

SPECT (Single-Photonen-Emissions-Computer-Tomographie: Werden bei einem radioaktiven Zerfall Photonen frei, so können diese über ortsauflösende Detektoren (meist Szintillatoren mit Photomultiplier) detektiert werden. Anstatt einer Koinzidentmessung wie beim PET werden durch einen Kollimator nur jede Photonen zum Detektor geleitet, die auch direkt im rechten Winkel und damit aus der Normalachse des Detektors stammen. So wird sichergestellt, dass eine einigermaßen saubere Projektion gemessen wird. Photonen mit Ein- oder Mehrfachstreuungen (stammen meist nicht aus einem Zerfall auf der Projektionsachse) werden dabei durch eine spektrale Analyse (Energiemessung) aussortiert.
Wahrscheinlichkeit, dass ein Photon auf den Detektor trifft und gemessen wird: 1:10000


Eine Absolutmessung der Ativität in einem Organg ist ausschließlich mit einem PET mit zusätzlicher Schwächungskorrektur (Kombigerät mit CT) möglich.

Auf in die Diskussion :sunglasses:

@PET vs SPECT

generell und knapp zusammengefasst würd ich mal sagen dass was du geschrieben hast stimmt, nur dass leider alles nicht sooo einfach ist (siehe alle möglichen Korrekturen (Streukorrektur, Abschwächungskorrektur, Filtered Backprojection, Delayed Window usw.)

Beim SPECT hast du (de)fokussierende Kollimatoren ausgeschlossen, dh nicht Teilchen die normal auf den Detektor einfallen werden detektiert, sondern jene die in der jeweiligen Achsen der „Collimator-Löcher/Röhrchen“ sind.

PET- Wahrscheinlichkeit dass ein Photon den Detektor trifft 100x so gut wie beim SPECT



SPECT- Wahrscheinlichkeit, dass ein Photon auf den Detektor trifft und gemessen wird: 1:10000

kannst du mir die Seitenreferenz zu den beiden Zitaten schicken? (Nein, ich kenn die Folien noch nicht auswendig :stuck_out_tongue: )

Zumindest die Referenz ist einfach https://de.m.wikipedia.org/wiki/Positronen-Emissions-Tomographie
:mrgreen:

Ich häng schon wieder bei einer scheinbaren Lapalie.

Gasgefüllte Detektoren:
Ich habe grad die Krise mit der Bezeichnung der y-Achse in der Grafik auf Seite 179.

?.1) Was meint er genau mit „Count rate“? Ist ein Count ein ganzes Ereignis, dh 1xeintreffen Ionisierender Strahlung oder die Anzahl der Ionen/e- die zum Signal beitragen? Ich würde die y-Achse ´lieber mit „Signalstärke“ (Output-I) beschriften. (Wie übrigens eh auch in anderen Büchern und Wiki … )

Generell ist die „typische“ Arten eines Gasdetekors- Grafik nur bei einer bestimmten Energie ionisierender Strahlung definiert. (Is logisch, steht aber nirgens.)

Ich hab mir die restlichen Fragen zwar fast alle im Zuge des Niederschreibens selbst beantwortet, aber bitte kurz drüberschaun ob sich in die Erklärung mit meinen eigenen Worten eh kein Fehler eingeschlichen hat, ganz unten gibt’s dann noch eine Frage:

Bei der Ionisationskammer entspricht die Anzahl der e-Ionenpaare der abgegebenen Energie. Die Anzahl der e-Ionenpaare ist proportional zur Impulshöhe (Strom I). Dh auch wenn ich die Betriebsspannung anhebe werden (bis zu einer Grenzspannung) keine weiteren Ionenpaare erzeugt, sie fliegen nur ein bissl Flotter zur Anode/Kathode. D.h. die Signalsärke (detektiertes I) steigt mit steigendem UB nicht an.

Beim Proportionalzählrohr wird durch die erhöhte Betriebsspannung die Bildung von Sekundärelektronen eingeleitet. Von der Höhe der Betriebsspannung hängt die Anzahl der gebildeten Sekundär e- ab und somit ist die detektierte Signalstärke (I) von der Betriebsspannung abhängig. Das detektierte I ist aber immer auch noch proportional zur Energie der ionisierenden Strahlung, weil immer noch gilt, je mehr „primär“-e-Ionenpaare desto höher ist das I. → demnach muss um eine Proportionalität irgendwie kalibrieren zu können die Betriebsspannung klar definiert sein. Vorteil ist, dass man auch schwächere Signale detektieren kann

GM-Bereich: Bei noch höherem UB kommt es zur e-Lawinenbildung, schon geringe Primärionisationen führen zu einem hohen Ausgangssignal.
Nachteil: keine Unterscheidung nach Teilchenenergie möglich
Vorteil: Detektion von Ionisierender Strahlung ohne Versstärker

?.2) Die Energie der Detektierten Strahlung ist doch für alle Detektoren gleich, nur die Aktivität/Intensität/Strahlungsdichte ist der Unterschied. Gehe ich jetzt bei Ionisationskamern davon aus, das zu meinem Signal 1 Ionisierender Stahl beiträgt, oder 100? Weil wie weiß ich dann ob meine Ionisationen von einem Strahl mit hohem LET oder von 100 Strahlen mit niedrigem LET herrühren?

Ich bitte den Knoten in meinem Hirn zu lösen! :slight_smile:

Und noch ein Knoten in meinem Hirn:

mit welcher Strahlung geschieht die Scintillation?

mit den einfallenden Gammastrahlen?
mit den durch WW von Gammastrahlung mit dem Detektormaterial (Photoeffekt,Compton oder Paarbildung) entstehende Elektronen?
und wie stehen diese Wechselwirkungen anteilsmäßig im Verhältnis zu einander?

Da will es aber jemand genau wissen :mrgreen:

Bei der Grafik auf S 179 hast du jedenfalls Recht - was sich ändert ist der messbare Strom-Impuls, der wird bei höherer Detektorspannung immer größer. Deshalb brauche ich bei einem GM-Zählrohr keine großartige Verstärkerelektronik sondern kann das Signal direkt auf einen kleinen Lautsprecher packen.

Die Linien bei Ionisationskammer und GM-Zählrohr sind annähernd waagrecht, das heißt bei Variation der äußeren Spannung wird das Ergebnis kaum beeinflusst.
Beim GM-Zählrohr verlierst du aufgrund der großen und unberechenbaren Verstärkung und „Durchzündung“ die Energieinformation.

Und das mit der Energie/Strahlung ist glaube ich auch einfacher als gedacht: Die Energie von einem Photon wird in vielen kleinen Stößen (gerade im Gasdetektor) abgegeben. Diese abgegebene Energie summiert sich an der Anode/Kathode zu einem einzelnen Impuls. Welches LET du dabei hast, das weißt du ja nicht - du kannst daraus nur auf die eingebrachte Energie schließen.


Und beim Szintillator kommt es durch die Gamma/Röntgenstrahlung zu einer Energieumwandlung in sichtbares Licht (oder zumindest ungefähr in diesen Energiebereich)…

Bist du ordentlich mit dem Stoff durch?